Jahre der Kunst
Blättern Sie durch die Geschichte des Schaubudensommer und entdecken Sie vergangene Programme.
"Der Schaubudensommer hat mir gezeigt, dass echte Kunst unter freiem Himmel lebt und atmet."
Das war der Schaubudensommer
2025

4roomsCompany & guests (international)
Die kurzen Tanzstücke eröffnen einen sinnlichen Dialog über die Vielschichtigkeit von Identität. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Emotionen, Erinnerungen und zwischenmenschlichen Beziehungen – mal laut und ausdrucksstark, mal leise und eindringlich.
Jedes Stück ist einzigartig, vielstimmig und nah am Publikum. Die Szenen sind bewegend in ihrer emotionalen und ästhetischen Dichte – direkt, authentisch, überraschend.
Identität wird hier nicht als festes Konzept verstanden, sondern als ein lebendiges Netzwerk von Erfahrungen, Rollen und Begegnungen. Eine Reise durch innere und äußere Räume – performativ, poetisch, bewegend.
Slot 1: “CANVAS” / “Leinwand”
Slot 2: “stilllife” / “Stillleben” + “Sides of the Bed” “Bettseiten”
Slot 3: “Embodied Melodies” / “Verkörperte Melodien”
Fotos: André Wirsig


Aaron Dewitz (D)
Exzentrischer Blödsinn, urkomische Mimik, feiner Humor und rasante Jonglage ist per definitionem Aaron Dewitz. Er haucht Objekten Leben ein, jongliert sich um Kopf und Kragen und tanzt wie einem Cartoon entsprungen mit sich selbst um die Wette. Dabei begegnet er immer wieder tückischen Tücken und fällt kopfüber in seine eigenen Fettnäpfchen. Seine muntere, verrückte Art und seine unendliche Spielfreude sind die Leitern, die ihn dort wieder heraus und bis ganz nach oben tragen. Nicht mein Papa, trotzdem eine wunderbare Clown!


Bewohnte Körper-Kollektiv (IT/D)
Schaukästen und Apparaturen, zweckentfremdete „Spielzeuge“ und modellierte Kreaturen – Maschinen, deren Sinn darin besteht, die gleiche Leier immer und immer wieder zu spielen, Geschichten zu erzählen, die erst in den Köpfen der einzelnen erwachen. Sinnlose Geräte, die emblematische Figuren für den Aufstieg von Maschinen in unserer modernen Welt sind.
Die KünstlerInnen Federica Menegatti, Anuschka Kilian-Buck und Clemens Kocourek öffnen eine fantasievolle, spielerisch und düster-bittere Welt als Spiegel unserer komplexen Realität, die Mut zum (Sinn)befreiten weckt, die Welt durch die Augen des „Ungeheuers“ betrachten lässt und uns zur Selbstreflexion und Selbstermächtigung auffordert.

Brunnentänze (international)
Live, unmittelbar und ohne Drehbuch.
IM MOMENT ist ein Spiel aus Bewegung, Klang und Begegnung. Alles entsteht aus dem Augenblick: ein Schritt wird zum Tanz, ein Blick zum Dialog.
Der Raum verwandelt sich in ein Spielfeld. Es gibt keine Vorgaben – nur Impulse, die in Bewegungen übersetzt werden.
Jede Sekunde birgt eine Überraschung. Das Publikum ist mittendrin, wird Teil des Geschehens – ganz im Jetzt.
Ein Projekt der 4roomsCompany & Gästen.

Cie. bolbol (D)
In OMÂ (eine Kombination aus Oma, dem deutschen Wort für Großmutter, und Mâdarjun, dem farsischen Begriff für Großmutter) stellt die deutsch-iranische Zirkuskünstlerin Roxana Küwen Arsalan einen Dialog mit ihren beiden Großmüttern vor. Sie sind sich nie persönlich begegnet, doch nun bringt ihre Enkelin sie für eine Zirkus-Teatime-Performance voller Poesie und Humor zusammen. OMÂ jongliert mit Teekannen, Sprachen und Fragen des Privilegs und wirft die Zufälligkeit unserer Herkunft in die Luft.

Common Ground (international)
Common Ground ist ein großzügiges zeitgenössisches Zirkusstück, das für Respekt und Zusammenarbeit wirbt. In einem Bühnenbild aus vielen unterschiedlich großen Holzkisten entwickeln die sechs preisgekrönten Artist*innen eine Performance, die das Publikum an seine Grenzen bringen wird. Zwischen menschlichen Pyramiden, Schwingendem Trapez, Vertikal-Seil und Chinesischem Mast suchen sie gemeinsam nach dem verbindenden Common Ground. Mit Akrobatik, Humor und Live-Musik ist diese Show spektakulär, rasant aber auch intim und anmutig.

Daan Mathot + Vincent de Rooij (NL)
Verzweifelt ruht er in seiner schmierigen Garderobe. Erschöpft – und ein bisschen die Flasche zu sehr liebend – wartet er darauf, auf die Bühne zu kommen. Oder ist er gerade von der Bühne gekommen? OFF handelt von einem schrägen Künstler mit massiven Gedächtnisproblemen. Die Besucher*innen erhalten einen Blick hinter die Kulissen, wo es nicht immer so glamourös zugeht, wie vermutet. Zu allem Überfluss scheint die Garderobe ihren eigenen Willen zu haben – eine humorvolle und überraschende Kurzperformance für einen ausgewählten Kreis!

Eliana Pliskin Jacobs (D)
Die Performance von Eliana Pliskin Jacobs verbindet Erzählen, Musik, Bewegung und Reflexion, um die Geschichte ihrer Familie im Haus Nr. 13 auf der Hauptstraße in Dresden und die Erinnerung an ihre Urgroßmutter Gertrud, die im Holocaust ermordet wurde, lebendig zu machen. Durch Erzählungen über das Familiengeschäft, Geburt und Deportation, das Singen jiddischen Liedgutes, tänzerischen Elementen sowie stille, persönliche Momente der Resilienz und Reflexion wird ein Raum geschaffen, der Vergangenheit, Gegenwart und vor allem Verantwortung verbindet.
Am Ende werden die Zuschauer*innen dazu eingeladen, über Erinnerung und ihre eigene Haltung zu Fremdenfeindlichkeit nachzudenken, sich dagegen zu wehren und dadurch Orte der Geschichte und der Trauer wieder zu Orten des Lebens zu transformieren.

Filmtheater Funkelfix (D)
Das 4-Sterne-Luxuskino offeriert 5 bis 16 Sitzplätze je nach Größe und Gewicht des Publikums. Und Popcorn. Und kurze Filme.
Kurz gesagt: ein Dolby-Surround-Must-See-Do-Not-Miss-Experience.
Das kleinste Kino der Welt mit den längsten kurzen und besten Kurzfilmen!

Jan Jedenak (D)
Diese Séance macht, inspiriert von Guy de Maupassants fiktivem Tagebuch „Le Horla“, das Unsichtbare in kleinsten Sequenzen sichtbar. Zu düsteren Tonbandaufnahmen frieren Augenblicke aus einer vergangenen Zeit ein, die einer dem Wahnsinn verfallenen Psyche zu entspringen scheinen. Ein Spiel mit der Flüchtigkeit des Lichtes und der Unsicherheit unserer Wahrnehmung. Ein Versuch, die unheimliche Präsenz des Abwesenden zwischen Licht und Schatten zu fassen.
Idee, Ausstattung, Spiel: Jan Jedenak
Künstlerische Betreuung: Florian Feisel
Sounddesign: Maximilian Leistikow, Jan Jedenak

Kaosclown (D)
Poetisch – Chaotisch – Elastisch – Fantastisch
Mit einer Mülltonne voll Slapstick, Gags und verrückter Ideen macht der Kaosclown seinem Namen alle Ehre. Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, ist im nächsten Moment ein aberwitziges Spektakel aus Zauberei, Kaugummi und Artistik. Der durchgeknallte Anarcho-Komödiant bringt sein Publikum nach allen Regeln der Kunst zum Lachen und präsentiert eine zum Brüllen komische Show in orange!

Marieluise Herrmann & Jakoba Schönbrodt-Rühl (D)
Habt ihr Lust im Chor zu singen? Oder braucht ihr einfach kurz eine musikalische Wiederbelebung? Kommt in die Dreikönigskirche und verwandelt sie mit uns in einen riesigen Klangkörper. Was ihr braucht, sind eure Ohren und eure Stimmbänder. Der Rest ergibt sich (fast) von allein. Und jetzt alle im Chor! Instant singing mit Marieluise Herrmann und Jakoba Schönbrodt-Rühl. Auch für Menschen, die keine Noten können, nicht geübt haben oder sogar unmusikalisch sind.


Max Rademann (D)
Kramt in Max Rademanns Plattentasche, denn er hat ein paar Goldstücke (oder was er dafür hält) aus seiner Plattensammlung mitgebracht! Wir lassen ganz geschmeidig das (meist) schwarze Rund aus der Hülle gleiten und platzieren die musikalische Feinkost auf dem Plattenteller. Gemeinsam mit Max injizieren wir uns nun via Kopfhörer einen Song unserer Wahl. Intensiv, leidenschaftlich, intim. Max Rademann bedient sich derweil an Stift und Papier und verewigt die Musikhörenden für die Länge des ausgesuchten Musikstücks. So kann nachher jede und jeder eine bleibende Erinnerung mit nach Hause nehmen.
Foto: Stephan Floss

Muriel Cornejo y César Olhagaray
Ein seidenes, fadenscheiniges Labyrinth, Bäume in Verkleidung und lodernde Figuren aus einer anderen Welt – Muriel & César laden erneut ein in ihr Universum aus Fantasie, Spiel und flüchtiger Magie.
Mit ihren interaktiven Installationen verwandeln sie den Platz in ein wandelbares Theater aus Licht, Feuer und Bewegung. Ein poetischer Parcours, der Groß und Klein verführt, sich selbst ein wenig zu verlieren – und dabei neu zu entdecken.
Foto: André Wirsig

Omnivolant (D)
Der Duft von Zuckerwatte, frisch gebrühten Kaffee und die Romantik der Reisenden. Dieses Paar verzaubert das Publikum mit ihrer charmanten Einfachheit. Gerade dachten alle noch, die Zuckerwatte-Verkäuferin und ihr etwas plumper Mann würden ihre eingerostete Beziehung nur von Jahrmarkt zu Jahrmarkt treiben lassen, so entspinnt sich eine überraschend berührende akrobatische Poesie, die durch ihre Feinheit und nicht durch großes Tamtam überzeugt. Die Zuschauer*innen werden nicht nur mit leckerem Kaffee verzaubert, häufig sind es die leisen Momente und die kleinen Pausen, in denen das Publikum sich trotz atemberaubender Artistik wiederentdeckt.


Pappschattira (D)
Wort trifft Skizze – wagt den Blick ins Zeitfenster. Rotzig sinnliche Skizzen entstehen am besten im Augenblick.
Die Passagiere sind bunt zusammengewürfelt, sie bestimmen, wo es lang geht.
Entschleunigt erreichen wir das unvorhersehbare Ziel.
Es zeichnen Anne Ibelings und Christiane Guhr.

Roikkuva (FIN/D)
Cosmic Carousel ist ein Gesamtkunstwerk, welches die Betrachtenden auffordert, nicht nur zuzuschauen, sondern sich berühren zu lassen – ein Spiegel, der uns zeigt, wie wir alle, auf unsere eigene Art, auf einem dünnen Seil tanzen. Inmitten der magischen Welt des Zirkus entfaltet sich eine kraftvolle Tragikomödie über Freundschaft, Mut und die Erkenntnis, dass das Leben zwar wackelig sein mag, aber gemeinsam getragen werden kann. Fünf Figuren, fünf Persönlichkeiten – und fünf verschiedene Möglichkeiten mit dem Scheitern umzugehen. Die missratenen Zaubertricks entlarven die Illusion des Perfekten und lassen das Publikum zwischen Lachen und Mitleid schwanken.
Ein berührender Balanceakt zwischen Scheitern und Aufbruch.



mit freundlicher Unterstützung

Shiva Grings (IRL)
Ein Obdachloser erscheint mit all seinen weltlichen Habseligkeiten auf eine wackelige Karre gebunden, seine Lieblingsmusik summt aus seinem abgenutzten Transistorradio. Während er sein Zuhause auf der Straße einrichtet, nimmt er Kontakt auf, probiert sich in musikalischen Melodien und in Diebstahl sowie bei der Anwerbung für spontane Hilfe durch Kinder. Auch für Romantik ist im Müll viel Raum: auf wundersame Art verwandelt sich die Straße in ein Restaurant mit Kellner, Essen und Getränken – alles nur geborgt – versteht sich von selbst. Wilde Tauschgeschäfte runden das Erlebnis ab und animieren zum unbedingten Wiederkommen.

Strange Comedy
Das Duo Strange Comedy ist auf den Show-Bühnen in aller Welt zu Hause – vom „Cirque Du Soleil“ in Las Vegas bis zum „Berliner Wintergarten“. Was Shelly Mia Kastner aus Montreal und Jason McPherson aus San Francisco so alles an abgedrehter Comedy, Slapstick, Magie, Akrobatik und Artistik zu bieten haben, kennt keine Vergleiche. Zwei Figuren, wie aus der Muppets-Show entsprungen, attackieren hemmungslos die Lachmuskeln und demontieren alle physikalischen Gesetze auf unterhaltsamste Art. Einzigartig und herrlich schräg!



Tsirk Dobranotch (international)
Die weltberühmte Klezmer-Band Dobranotch aus St. Petersburg, hat sich mit der Akrobatin Eliana Pliskin Jacobs zu einem außergewöhnlichen Projekt zusammengetan: Ein Klezmer-Zirkus! Freuen Sie sich auf eine Show voller Geschichten über Wanderschaft und Migration, atemberaubender Akrobatik und Luftartistik, Clownerie und Pantomime, fliegender Instrumente – und natürlich live gespielter Klezmer-Musik, die niemanden auf dem Sitz hält. Inspiriert von jiddischem Theater und Humor, berührt die Aufführung auch tiefere Themen wie die jiddische Geschichte Europas und das heutige Exil einiger Künstler*innen. Ganz in der Tradition jiddischer Kultur wird dabei Freude stets von Wehmut begleitet – so wie auch die Klezmer-Musik kunstvoll zwischen Dur und Moll wechselt.
Foto: Shendl Copitman

Yvonne Burmann (D)
Lasst die Sonne, Sonne sein und begebt euch hinein in die Tarot-Höhle und lasst die Karten sprechen. Der Narr muss nicht witzig sein und der Tod nicht angsteinflößend. Wir haben alle eine Zukunft, wir müssen sie nicht wissen, können aber. Hell yeah!
Programm 2026
Hier findest du unser aktuelles Programm für den Schaubudensommer 2026










