Jahre der Kunst
Blättern Sie durch die Geschichte des Schaubudensommer und entdecken Sie vergangene Programme.
"Der Schaubudensommer hat mir gezeigt, dass echte Kunst unter freiem Himmel lebt und atmet."
Das war der Schaubudensommer
2018

Aaron Dewitz (D)
Exzentrischer Blödsinn, urkomische Mimik, feiner Humor und rasante Jonglage ist per definitionem Aaron Dewitz. Er haucht Objekten Leben ein, jongliert sich um Kopf und Kragen und tanzt wie einem Cartoon entsprungen mit sich selbst um die Wette. Dabei begegnet er immer wieder tückischen Tücken und fällt kopfüber in seine eigenen Fettnäpfchen. Seine muntere, verrückte Art und seine unendliche Spielfreude sind die Leitern, die ihn dort wieder heraus und bis ganz nach oben tragen. Nicht mein Papa, trotzdem eine wunderbare Clown!



Alle so gekennzeichneten Shows sind ohne Sprache und Ton verständlich.

Anna Mateur (D)
Der griechische Wein ist längst ausgesungen, alle Rosenblätter verteilt und das Flutopfer Hans Petzold hat wieder trockene Füße. Anna Mateur jagt weiter nach den besten Geschichten, die das Leben so schreibt und brilliert im neuen alten Themenfeld der Ordnung und ihres Gegensatzes.
Ordnungshüter gibt es zur Genüge….aber wer passt auf das Kaos auf ?!
AntiRoutineEinheit
Anna Mateur (D): wahnsinnige Dramaqueen und Staubsaugende
Iikka Tangolainen (FIN): Fremder, Räuber und Tangoverantwortlicher
Mika Swuk (D): Revoluzzer, Tastenmetz und Beatbauer
David Campesino (ESP): walerettenwollender Nettwirker, Networker, Bildpoet und Träumer

Ariel Doron (Israel)
Was machen die Spielzeuge, wenn man die Tür hinten ihnen zu macht? Bleiben sie still und artig an ihrem Platz sitzen? Hat Barbie ein Verhältnis mit dem Typen vom FBI? Oder will sie doch lieber nach Peking und die Fabrik sehen, aus der sie stammt? Ken ist im Auslandseinsatz unter Tigern und Soldaten unterwegs und telegrafiert immer mal wieder nach Hause. Die Konflikte und Kriege im Jetzt werden am Tisch mit den unschuldig farbenfrohen Begleitern des Kinderzimmers durchexerziert. Aggressive Spielzeuge, die ihr Territorium verteidigen müssen oder ihre Extra-Funktionen auch endlich einmal gewinnbringend einbringen wollen: Laserschwerter, LED-Munition, Gewehre, Äxte, Hämmer und auch die betörend manipulative Schönheit – und das alles made in China. In einem Kampf ohne Worte, ohne klaren Feind oder klares Ziel wird die Grenze zur Realität schwammig: ist das real oder alles nur ein Spiel?
Fotos: Anael Resnick



Cie. Buffpapier (CH)
Grotesk, verzerrt, abgefahren – einfach lit! Die Compagnie Buffpapier ist die leibhaftige Übertreibung und dabei aber so handzahm absurd, dass Staunen, Mitleid, Lachen aber auch Schreck Hand in Hand gehen. Da möchte man nicht aufhören, sich zu wundern wie herrlich skurril und amüsant doch Alltag und Kosmos sind. Isabelle la Belle, Madame Jocaste und der Elefant sind diese clownesken Figuren ohne rote Nasen und Zirkuszelt, sie besitzen dunklen bis teerfarbenen Humor und eine liebenswürdige Schrulligkeit. Sich dieser Schicksalsgemeinschaft anzuschließen ist ein Abenteuer, auf dass man sich unbedingt einlassen sollte.

Cie. Tobia Circus (ITA)
Immer diese Angst, ob die Work-Life-Balance einigermaßen hinhaut. Da kann man schon des Öfteren über gleichgewichtserhaltende Maßnahmen ins Grübeln kommen. Wie wunderbar, wenn man Philip kennt: er ist ein dünner und behänder Gentleman, der Frauen und Tanzen liebt. Beides ist gut, aber viel besser ist es, ihm beim Gleichgewichten zuzusehen. Das Konzept der Balance fasziniert ihn und er fordert es heraus: mit Besen, Klappstühlen und diesem Grinsen – alles bleibt im Lot. Und es ist ja umhin bekannt, dass ein System im Gleichgewicht ist, wenn es sich ohne Einwirkung von außen zeitlich nicht verändert. Was Philip damit anstellt, windet sich zwischen den Streben des Stuhls und Euren offenen Mündern.
Auch im Alltag öfter mal auf einen Stuhl steigen – für die gediegene Balance im Leben.
Spiel: Marco Borghetti

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DADO (CAN)
Seltsam, wunderbar, bizarr – lasst Euer Herz steigen und den Geist offen für den Wahnsinn von DADO. Er präsentiert ein improvisiertes Durcheinander unter Einsatz von Gummihandschuh-Dudelsäcken über Gitarren-Elektro-Helmen bis hin zu einem Cocktail aus Vaudeville und Kabarett von Weltklasse. Dabei bleibt er ein ausdrucksstarker, feinfühliger und subtiler Clown, der noch die allerfeinsten Regungen auszudrücken vermag.

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David Eriksson (SWE)
“Technically I need a stage, basic lights and a handheld microphone on a mic stand. Auch am besten kabellos.”
Mit der rohen Energie des Machos und einem trügerischen Charisma, nimmt David das Publikum mit auf eine verstörende Reise direkt ins Bälleparadies. Sein Weg aus dem Gefängnis der Männerstereotypen sind Tattoos und präzise Hardcore-Jonglage. Das sind die besten Mittel gegen regelinduzierte Verweichlichung und feste Gendergrenzen. Seine Begabung streut Salz in das normative Verständnis von Maskulinität und untergräbt absolute Normen von Männlichkeit. Chinesisch war gestern – Schweden weiß wie`s geht!



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DEREVO (RUS)
Weder Nobel noch Schnobel, damit das klar ist.
Kurz gesponnenes Seemannsgarn, das sich die Kinder auf dem Dachboden hockend erzählen. Die Erwachsenen lassen sich doch so ungern etwas auftischen – erzählt bloß keine Märchen!
Und dabei sind die Geschichten vom klingenden Gras und dem knisternden Flüstern des Igels so magisch. Und auch vom Bahnhof wollen wir erzählen…
Wusstet ihr, dass der Wald seine Seele verliert, wenn man einen Baum darin mit der Axt fällt?
Im nächsten Leben findest Du Dich als Traktor hinter dem Polarkreis.
Bäume gibt es allerdings dort keine, aber man kann gut ausschlafen während man ein halbes Jahr auf den Sonnenaufgang wartet.
Foto: © Natasha Petrova

Dirty Granny Tales (GRL)
Es war einmal ein Schriftsteller, der eine umgekehrte Welt erfand. Eine Welt, in der die Puppen die Menschen führen und die Menschen ihrer Eigenständigkeit beraubt sind. Er skizziert Didi, die Puppe seiner Träume, und sie verlieben sich. Die Frucht ihrer Liebe wird alsbald in die Puppenwelt geboren – eine eigenartige Kreatur aus Puppe, Mensch und Fantasie. Doch in dieser Welt ist dieses Wesen nicht zuhause, es will ausbrechen und herausfinden, wo es tatsächlich hingehört…
Dirty Grannys dunkle Geschichten sind eine Kombination aus akustischer Live-Musik, Puppenspiel, Animation und Tanz. David Bowie und Black Metal sind Influencer, die den Stoff dieser Märchen mit Mustern und verworrenen Knäueln versehen.
Regie, Komposition, Arrangement: Stavros Mitropoulos
Gitarre, Mandoline, Gesang: Stavros Mitropoulos
Bass, Blasinstrumente, Backgroundgesang: Thanos Mitropoulos
Piano, Gesang: Christina Syriopoulou
Percussion: Michalis Kasvikis
Choreografie, Tanz, Puppenspiel: Erifili Daferou
Puppenspiel: Stavros Psilakis
Licht-Design: Alex Alexandrou
Puppenbau: Dimitris Stamou



Elias Elastisch (D)
Elias Elastisch ist Schauspieler, Pantomime, Clown und per se eine eigenartige Kreuzung aus Jim Carey und Charlie Chaplin garniert mit klamaukiger Poesie. Yoga und Körperbeherrschung mit Raum und Zeit, die Gestik präziser als ein Schweizer Uhrwerk und sein mimisches Repertoire übertreffen jedes Gruselkabinett.
Da vertanzen Clowns und Superhelden in einem actiongeladenen Stummfilm alles was das Repertoire so hergibt und der Humor führt Regie und Publikum.
Mal wieder so richtig lachen wollen, dabei aber nur noch glucksen können, weil der staunende Mund offen steht – dann seid Ihr hier genau richtig.



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Georg Traber (CH)
und traf, wen er nicht hätte treffen sollen. Die Kunst des Knapp-Daneben ist sein Brot. Die Messer, der scharfe Blick, die ruhige Hand und Nerven aus Stahl sind sein Kapital. Doch leiten noch ganz andere, schwer zu kontrollierende Kräfte seine Messer. Scheinbar unbeteiligt am Gelingen der Balance über dem Abgrund, ist die Assistentin der eigentliche Mittelpunkt des Geschehens. Ihr Bund mit TILL spinnt unsichtbare Fäden. Die Klingen fliegen diesen entlang und verfehlen sicher und ohne zu schaden. Jeden Abend, vor Publikum, wagen die beiden diesen mutigen Tanz um Gefahr und Vertrauen. So war es gestern, so war es immer – heute hat sich alles verdreht. Das alte Spiel mit den Messern ist ganz anders und erhält neuen Sinn.

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go plastic company (D)
wir fühlen uns Disco
in stiller Nacht mit lauter Bewegung
komm rein
und teile die Wirkung
glaube an die kollektive Gestaltung des Moments
was passiert, passiert mit dir
werde Teil und teile
mit Musik auf den Ohren
den leisen Raum
Die go plastic company veranstaltet ein Erlebnis der Sinne, bei dem die Trennung von Performer und Zuschauer aufgelöst wird. Jeder wirkt in Raum und Zeit; wird zum Teil des Ganzen. Enthemmt Euch, verliert Euch und lasst Euch anstecken.
Konzept: go plastic
Music mixed by go plastic
Host: Susan Schubert
Tanzperformance: Cindy Hammer
Kostüm: Alexandra Börner

Howool Baek (Korea)
Did you hear about the rose that grew from a crack in the concrete?
Proving nature’s laws wrong it learned to walk without having feet.
Funny it seems but by keeping its dreams, it learned to breathe fresh air.
Long live the rose that grew from concrete when no one else even cared.
– TUPAC SHAKUR
Müssen wir alle normal sein? Ist es nicht abnormal, dass wir denken zu wissen, was normal ist? So schauen wir alle in die gleiche Richtung und setzen unsere Füße in eine Spur, die schon vorab geschaffen wurde. Aber was wenn diese Spur nicht passt? Der Abdruck zu groß oder klein ist? Gehen wir weiter, weil dieser Weg doch so normal ist? Warum nicht selbst die Richtung wechseln? Wie wäre es, eine Rose zu sein, die sich aus einem Spalt im Beton erhebt und allen beweist, dass es in der Verzweiflung stets Hoffnung gibt? Sie schlummert in jedem von uns und ermächtigt uns an uns zu glauben und tanzend eigene Fußstapfen zu schaffen.

Choreografie und Tanz: Howool Baek
Komposition und Live-Musik: Matthias Erian
Koproduktion: Im_flieger Wien
Unterstützt von Arts Printing House Vilnius, Tanzzentrale Fürth

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Instant-Enlightenment (ESP/GB/D/RUS)
Ein Menschheitstraum wird endlich wahr:
Total Perfection in 30 min.
Unsere Life-Coaches Ellen und David (über 10 Mio. Klicks auf Youtube) haben ein weltweit innovatives Verfahren entwickelt, wie Du Deinen individuellen Path-to-Happiness schnell und effektiv in Deine Realität integrieren kannst.
#Life is Now
Steig ein und heb’ ab because…
THE WORLD NEEDS THAT SPECIAL GIFT THAT ONLY YOU HAVE
Dein speedy-boarding zum Erfolg.



Jaap Slagman (NL)
Ständig diese Geschichten von Helden und Abenteuern. Auch die kleine Maus will es jetzt endlich mal erleben. Zum Glück kann man im Geschäft vom Grashüpfer wirklich alles kaufen. Sie packt ihr Beutelchen, die Geldbörse und geht Abenteuer shoppen, bevorzugt mit gutem Ende. Der Grashüpfer grinst im Kreis seines langen Gesichts beim Wunsch der Maus. Ein guter Tag für einen Witz, denkt er so bei sich: „Komm Du kleines großes Mäuseohr,“ sagte er, „ich habe genau das Richtige für Dich hinter dieser Tür…“ Und die Maus beginnt das größte und angsteinflößendste Abenteuer ihres Lebens. Wird sie den Drachen töten? Wird sie am Ende überleben und mit dem Grashüpfer eine Tasse Tee schlürfen? Vielleicht. Kommt darauf an. Denn alle Geschichten sind in den Sternen geschrieben und wir kennen ihr Ende nicht, bevor es beginnt.

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Jindrich Staidel Combo (D)
Herr S. lässt alle tanzen…
Die Jindřich Staidel Combo – das sind vier Musiker, die eine musikalisch kulturelle Reise ins Hinterland der Fantasie zu den Quellen der Jazzpolka unternehmen. Dabei kommt es zu einem Feuerwerk eben dieser Polka, bei dem Herr Staidel nicht nur musikalisch die Muskeln spielen lässt, sondern wo Raum endlich mal auf Zeit trifft und bei dem Pro Haska, ein Tscheche gefangen im Körper eines Deutschen, mit ein- und leitenden Worten in Brocken German durchs Programm führt.
Freuen Sie sich auf uns, denn wir freuen uns auf Sie!
Jindřich Staidel: Posaune, Tuba, Akzep-Dance
Pro Haska: Tenorsaxophon, Reproduktor, ein- und leitende Worte
Manitschka Krausonova: Piano, E- Orgel, Broche
Jiri Semtex: Blechoblaten a zambeln

Joshua Monten (CH)
Die kleinen Freuden des Lebens – wutschäumend mal wieder jemandem so richtig in die Fresse ballern. Dem anderen mal die Sterne zeigen, die nicht am Himmel sind, sondern nur vorm tränenden blutunterlaufenen inneren Auge tanzen. Die Wettkämpfe im Graffiti-Rondelli schaffen die Illusion des ultimativen Verdroschen-Werdens. Los! Voyeure und Voyeurinnen, sammelt Euch im Ring und richtet über die beste Kampftechnik, den besten Schläge-Sound und das beste Haare-Raufen. Die pure Freude am Kampf kann endlich auch legal ausgelebt werden. Auch Tanz kann anders.
Choreografie: Joshua Monten
Tanz: Francesca Imoda, Joshua Monten, Jack Wignall



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Julia Raab (D)
Polenkoffer, Türkentasche – blau-weiß-rot-kariertes Gesicht und viele Bezeichnungen. Sie stehen für Minderheiten, Armut, Flucht und Heimatlosigkeit, aber auch für subversives Understatement und praktische Aufbewahrung. Sie werden massenhaft in China hergestellt, reisen dann durch die Welt und füllen sich dort mit Geschichten. Die Tasche ist die Bühne und der Reißverschluss der Erzähler. Ein Symbol nicht zuletzt für das Streben im Leben, das erst mit dem letzten Hemd endet. Und warum? Weil das bekanntlich keine Taschen hat. Folgt den Spuren der TASCHEN von West nach Ost, von Nord nach Süd; von außen nach innen.
Spiel & Ausstattung: Julia Raab
Regie: Sandra Bringer
Musik: Alexander Hohaus
Choreographische Beratung: Anne-Kathrin Klatt
Stimme: Nils Thorben Bartling



JuWie Dance Company (D)
Eldorado, ein sagenhaftes Land, wo die Flüsse mit Gold gepflastert sind. Die Suche nach diesem Ort ist doch aber viel mehr als das Finden von Gold, dem vermeintlich Fassbaren, sondern doch eher die Suche nach dem Glück. Aber auch Popcorn ist fassbar und macht glücklich. Eine Theaterexpedition durch Kolumbien, nach Sucursal del cielo – DER Himmelsniederlassung.
Getanztes Strandgut, choreografierte Fundstücke, Wasserfälle, Salsa aus Calí, Goldwäsche in Chocó, und der Krach der Straßen Bogotás! Kommt mit auf die Reise, zum Gold, zum Glück, zum schönen Leben.
Mit Jule Oeft, Yamile Navarro, Sabine Köhler und Alexei Bernard
Musik: Daniel Williams

Kaspar und Gaya (D)
Blendwerk
Eine Revue voller Poesie und Spielfreude, in der sich zwei Clowns und ein Haufen wilder Phantasien zu einem Spektakel kuriosester Art vereinen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werden die kleinen und die großen Bösartigkeiten des menschlichen Zusammenseins auf die Schippe genommen. Mit akrobatischer Körpersprache, melancholischer Sanftheit und artistischen Einlagen gerät das Clownspaar eins ums andere in bizarre Situationen, um am Ende doch irgendwie ins Happy End zu stolpern.

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Klatsch + Muff (D)
Hereinspaziert! Hereinspaziert! Taucht ein in eine Welt ohne Worte. In einen zweidimensionalen Raum in schwarz-weiß mit Glitzer. Klatsch & Muff bewegen sich zwischen Tanz und Performance und versprechen Euch große Gefühle, wundervolle Klänge und ein Ende, mit dem Ihr nicht gerechnet hättet. Gepufften Mais haben wir eventuell auch, Emotionen werden bei uns riesig geschrieben, Haustiere sind Teil des Repertoires, Königinnen und Hausmeister ebenso. Wir garantieren ein Fest der pinken Overalls und freuen uns auf Interaktion und Räume voll von Welt.
Regie und Spiel: Nora Otte, Julia Schleißner



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LIEBE KNALL YOGA ALL (D)
Ich trage mich selbst zur Schau, erschaffe mich immer wieder neu. Ich stelle dar und führe gleichzeitig Regie. Meine Bühne ist überall. Das Netz, das Theater, mein Alltag. Ich ringe um die perfekte Darstellung meiner selbst, werde zu meiner eigenen Marke. Ich lache, weine, liebe, manipuliere. Ich esse Pommes. Ich kreise um mich und versinke in mir. In der Hölle des ewig Gleichen. Ich. Immer Ich. Ich. Ich. Ich könnte kotzen. Glaub ich mir? Bin ich echt? Wo ist der Ausgang aus meiner Selbstbezogenheit? Kannst du mich mal kneifen, bitte.
Performer- und Performerinnen: Fee Weber, Floria Funke, Fynn Richard Drechsler, Karl Wieland König, Lissy Jacobs
Coach: Romy Weyrauch (Regisseurin und Theatermacherin)
Kooperationspartner: Kultur- und Jugendzentrum „White House“


Die Performance entstand im Rahmen des UNART-Jugendwettbewerb für multimediale Performances am Staatsschauspiel Dresden.
UNART ist eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin, dem Schauspiel Frankfurt, dem Thalia Theater Hamburg und dem Staatsschauspiel Dresden.




Maraña (Chile)
Man kennt es doch – ein sonniger Wintertag, der Tiefschnee knirscht, der Atem malt Wolken. Nichts wie auf den Spielplatz! Ein Schritt auf das gefrorene Seil, ein Rutsch und zack – die Schulter ist gebrochen. Und was nun? Man kann die Wand oder wahlweise die Couch anstarren. Man kann lethargisch vor sich hin wippen. Oder eben ein ästhetisches Erlebnis schaffen. Erst umhäkelt und bestrickt man die Couch, dann den Stuhl, dann den Mitbewohner, den Hund, die Ketchupflasche und irgendwann ist es da: Maraña. Ein Gestrüpp aus Wolle, das zum Leben erwacht und seine kunterbunte Oberfläche organisch an die Welt schmiegt und dabei ungeahnte Tiefen entblößt. Das Unterbewusstsein übernimmt die Führung und eröffnet Sphären ungesehenen Lebens und Pulsierens.

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Michael Hatzius (D)
Michael Hatzius ist wieder auf Echse.
Und alle sind dabei – das Huhn, die Ente, die Spinne, vielleicht sind auch Angela Merkel und Sigmar Gabriel wieder am Start. Die applaudieren aber immer so laut, also mal sehen. Früh hat die Echse erkannt, dass sie ein Medium ist und mirnichtsdirnichts die Hirne schüchterner Hühner und nakender Enten durchdringt. Das erlaubt der allwissenden Echse, unentwegt neue Anekdoten zu erzählen, durch die Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft zu surfen, und dabei auch nicht den entlegensten Winkel unmöglicher Gedankengänge auszulassen.
Die Echse hat natürlich stets ein offenes Ohr für das Publikum, freut sich aber besonders über Vergötterung und Anbetung – zu recht.

Muriel Cornejo & César Olhagaray (Chile)
Verführen verlocken verloben verfilzen vergeistigen verleumden verfluchten vergehen verformen verletzen verbinden verbrechen vertrauen verkraften verschleiern verschmelzen verhexen verhehlen vergreifen verlassen verlieben vergnügen verkörpern verirren verjagen verflechten vergessen

Paul Currie (GB)
Paul Currie ist das, was passieren würde, wenn Tim Burton Mr. Bean kreieren würde. Der schwitzende, bärtige Turboclown packt seine Shows voll mit unvergesslichen Bildern, Gefühlen und Gerüchen. Die Comedy-Intelligentsija liebt seinen irischen Humor und bleibt bis der letzte Cornflake verspeist und die letzte Lachträne vergossen ist. Er kann nicht widerstehen, wenn ihm ein guter Gag über den Weg läuft. Monty Python grüßt und Currie selbst sagt: “Wir werden als Erwachsene darauf getrimmt den absurden, lustigen Teil unserer Gehirns zu negieren – das will ich einfach reaktivieren und die Gehirnmauern einreißen!“

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Pelele (F)
Leute, holt die Wäsche rein und putzt euch raus! Der Zirkus ist in der Stadt! Außergewöhnliche Darbietungen von Pipo dem peppigen Clown und den Kosaken aus der Puszta. Kommen Sie zu schauen und bestaunen Sie die Hochseilartisten und die spannenden Trapezkünstler am viereckigen Rund. Ein durchgeknallter Zirkusdirektor, ein sprachloser Stallbursche, ein hyper-motivierter Artist und ein musikalisches Wunderkind steigen in den Ring, um dem Gesetz der Schwerkraft mal zu zeigen, wo oben und unten ist. Ein akrobatisches Fest und akkordeonisches Meisterwerk aus der Mitte des Zirkuszelts.



Pocket Fluff Productions (GB)
Woke up, fell out of bed
Dragged a comb across my head
Found my way downstairs and drank a cup
And looking up I noticed I was late
Found my coat and grabbed my hat
Made the bus in seconds flat
Made my way upstairs and had a smoke
And everybody spoke and I went into a dream
„Oh shit“
The Beatles
A day in the life, das ist harte Reality. Es gibt wahrlich Leichteres, als den Alltag in einer Beziehung. Sie lässt immer die Barthaare im Waschbecken und er hängt nie sein Handtuch auf. Warum merkt er sich nicht, dass sie die rote Tasse so gar nicht mag? Und doch, wie schön den anderen beim alltagen zuzusehen. Denn in der Gewohnheit das Schöne und im Profanen etwas Exquisites zu finden, ist hohe Kunst. Die Liebenswürdigkeit in der Marotte und die Wärme in der so unsinnigen Gereiztheit werden mit halsbrecherischer Akrobatik geteilt. Eine super Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens und dem Sinn des flüchtigen Augenblicks.



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TAMTAM objektentheater (NL)
Ein visuelles Gedicht, eine Welt der Metamorphose, in der nichts so ist, wie es aussieht, und sich alles ständig verändert. Wertlose, aus dem Müll gerettete Fundstücke werden vor den Augen des Publikums zu Akteuren einer Geschichte. Sie ist kurz und lang zugleich. Ein alter Karton schiebt sich vor eine Kamera und am Horizont erscheint eine Wüste, während eine verrostete Säge das Meer durchschneidet. Nachdem man dort war, ist klar, dass kein Nagel mehr wie der andere sein wird und jeder seine eigene Geschichte erzählen kann. Und hier ist das Theater, als Ladegerät der Fantasie.



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The Equipment (D)
Eine echte Boygroup gehört gecastet. So geschehen auch bei „The Equipment“, nur weiß heute niemand mehr genau, wer von Beiden damals eigentlich wen gecastet hat. Fakt ist, diese androgynen Toyboys harmonieren aktuell besser denn je. Ihr gewagter Mix aus Eurodance, Disco und klassischer Liedermacher-Ästhetik bietet auf der Bühne ein explosives Feuerwerk für jung und alt und alle drei Geschlechter. Dabei ist Falk Töpfer wirklich überzeugend, sexy und hübsch. Seine draufgängerische Bühnenpräsenz findet mit Rolf Markus Rademann die perfekte Ergänzung. Der stoische Erzgebirger brilliert durch zurückhaltende Raffinesse und spannt sein musikalisches Können wie ein Auffangnetz unter die stürmische Strahlkraft Töpfers. The Equipment agieren wie zwei Tiere. Wiesel und Uhu bilden hier eine nie da gewesene Symbiose der Unterhaltungskunst.

the guts company (D)
Hört mir eigentlich noch irgendjemand zu? Wie war das denn früher, da haben wir uns immer am Sonntag getroffen. Nur wir allein, ohne dass jemand dabei war und ohne dass irgendjemand übersetzen musste. Das ist doch meine Wohnung, meine eigenen vier Wände, da waren wir doch immer zusammen. Was ist denn aus unseren Traditionen geworden? Ja, was ist denn eigentlich daraus geworden?
Bestehen wir aus Vollkornbrot, Hirschgeweih, Schwarzwälder Kirschtorte, Platte und Lederhose? Eher Sauerbraten oder doch Franz Schubert?
Eine Annäherung an das Fremde im Eigenen.
Choreogafie: Johanna Roggan
Tanz: Simone Detig, Anna Fingerhuth, Jule Oeft, Romy Schwarzer, Cindy Hammer
Musik: Frieder Zimmermann
Gesang: Dresdner Gnadenchor
Fotos: Benjamin Schindler



The Missies (D)
the fatal attraction of power
INSTALLATION die ganze Zeit über.
SHOWS wann immer Zeit ist.
SPEZIALGAST „the alien new age priest“
<Turbopreach NoiseConcert>

The Razzzones (D)
Vier Beatboxer, die nur mit Mund und Mikrofon Geräusche, Songs und ganze Klangwelten erzeugen. Ihre unvorstellbare Variationsfülle reicht von Trompetensolos, rasanten Gitarrenriffs, fetten Beats bis hin zu ganz deepen Bässen. Variiert wird das Ganze querbeat – Musikrichtungen aller Länder vereinigt euch! Die allumfassende Sprache der Musik sprechen The Razzzones auf Mutter- und Vatersprachenniveau, sie verschlingen die Klänge der Bühnen, Straßen, Köpfe, Studios, Platten und Herzen. Unermü(n)dlich erfüllen sie ihre Mission der internationalen Völkerverständigung.
Musiker: Kays Elbeyli, Raphael Schall, Johannes Welz, Philippe Zeidler

Ursula von Rätin (D)
Gestatten: Ursula von Rätin, Ratgeberin für Kunst und Kultur aus Dresden. Bühnenstar mit vollzogener Geschlechtsumwandlung. In meinem ersten Leben war ich nämlich ein Mann, feierte am Puppentheater Dresden große Erfolge. Doch von heute auf morgen wurde ich arbeitslos. Jahre vergingen, bis mir 2001 Cornelia Fritzsche im Fundus begegnete und nun erzählen wir gemeinsam Geschichten voller Witz, Kürze, Länge und Bissigkeit.
Puppenspiel: Cornelia Fritzsche

Valentin Tszin (RUS)
Butoh ist zeitgenössisches Theater des Widerstandes gegen die moderne Gesellschaft und strebt nach der Entdeckung des dunklen Körpers. Seine Wurzeln reichen bis in die zwanziger Jahre, zu Valeska Gert, Mary Wigman und dem modernen deutschen Ausdruckstanz zurück. Valentin Tszin brilliert in dieser Kunstform und schafft in Schizophrenie eine Ambivalenz zwischen dem, was der Körper ist und was er sein soll. Das Gefühl des Jetzt und das Verlangen nach dem nächsten Schritt treten ans Licht. Jeder neue Schritt hebt den vorhergehenden auf und manifestiert die zwei Seiten des Seins.
Ohne Konflikt existiert nichts.
Tanz: Valentin Tszin
Musik: Daniel Williams

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Young Boy Dancing Group (CH)
Das Kollektiv aus zeitgenössischen Tänzern und Tänzerinnen, deren Auftritte eine Mischung aus Queer-Show und Techno-Futurismus sind, verhandeln Tanz, Bewegung, Körper und Sexualität in neonfarben. Die Young Boy Dancing Group fordern normative Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität heraus. Alles kann, nichts muss. Mit ihren Choreografien schaffen sie neue Räume, kreieren Intimität und verhandeln alte Stereotypen und Natürlichkeit. Es entstehen Freundschaft, Begehren und queere Allianzen.


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Programm 2026
Hier findest du unser aktuelles Programm für den Schaubudensommer 2026










