Maraña (Chile)

18.07. – 19.07.

Man kennt es doch – ein sonniger Wintertag, der Tiefschnee knirscht, der Atem malt Wolken. Nichts wie auf den Spielplatz! Ein Schritt auf das gefrorene Seil, ein Rutsch und zack – die Schulter ist gebrochen. Und was nun? Man kann die Wand oder wahlweise die Couch anstarren. Man kann lethargisch vor sich hin wippen. Oder eben ein ästhetisches Erlebnis schaffen. Erst umhäkelt und bestrickt man die Couch, dann den Stuhl, dann den Mitbewohner, den Hund, die Ketchupflasche und irgendwann ist es da: Maraña. Ein Gestrüpp aus Wolle, das zum Leben erwacht und seine kunterbunte Oberfläche organisch an die Welt schmiegt und dabei ungeahnte Tiefen entblößt. Das Unterbewusstsein übernimmt die Führung und eröffnet Sphären ungesehenen Lebens und Pulsierens.