Das XIX. Internationale Sommerfestival für Theater, Vergnügen und Musik

07. Juli bis 17. Juli 2016!

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Hereinspaziert!

O nein, eine Bude macht noch keinen Sommer!
Und ein Witz noch keinen Clown!
Doch – wenn so verfilzt sich Weitgereiste tümmeln,
Puppen, Punks und Asoziale sich am Bretterzaun
Mit weiten Augen lockend lümmeln,
Dann gibt’s sicher was zu schaun!

Nummer achtzehn! – Der Budensommer reißt die Arme auf!
Um Euch alle zu empfangen!
Echtes Staunen, wahrer Schreck!
Tanz in Zelten und an Stangen!
Tiere, Nerds und Akrobaten machen sich auf Bühnen breit,
Manche lesen aus Traktaten, stehlen heiter Eure Zeit!

Keine Angst! Seid ruhig verstört!
Und begebt Euch in den Schummerzelten
Ungeniert in andre Welten,
Die Ihr so noch nie gesehen und gehört!
Einmal nur im Jahr wird SO geprasst,
Dem Leben an den Wanst gefasst.
Das Zwerchfell hüpft, die Rippe kracht,
alles biegt sich, alles lacht!
Mancher schaut auch ganz betreten
Oder er versteht es nicht,
Was der dreiste Clown ihm will,
Was die Dame vor ihm lallt,
Doch die Füße wollen tanzen!
Wow, und eine Peitsche knallt!
Der Sommer schwitzt, hängt in den Seilen.
Am Himmel hängen launisch bunte Fetzen,
Wolken voller Flachs und Flusen,
die als wankende Gewölbe schweben,
Unter denen Liebespaare schmusen.
Dolce Vita, süßes Leben!
Diven gehen barfuß baden,
Wie Anita einst in Rom, …

Ach, Sehnsucht, ach Glückseligkeit!
Schau! Buden! Sommer! – Elf Nächte Tanzen, Staunen, Ewigkeit!

schaubudensommer_gedicht